(Plus ça) Change

Umlaute und Sonderzeichen sind wieder da!

Vielleicht kann mir das jemand erklären, denn ich raff's überhaupt nicht. Ich habe jedoch endlich herausgekriegt, wie ich vermeiden kann, daß aus all den Umlauten und Sonderzeichen so merkwürdige "¤ ü ö Ã" -Zeichenreihen werden. Falls sich sonst wer mit diesem Problem herumschlägt, unten die Lösung, die ich rein zufällig gefunden habe:

Wenn man die Kommentare über "Edit Comment" (Kommentare-Panel) freigibt, wird der Zeichensatz irgendwie verkackt. Wenn man unter "Unmoderated Comments" einfach auf den "Moderate"-Knopf klickt, sehen die Kommentare genau so aus, wie sie eigentlich aussehen sollen.

Macht zwar überhaupt keinen Sinn, aber so ist es jedenfalls bei mir. 

Also, umlautet und sonderzeichnet, was das Zeug hält, ihr lieben- jetzt geht's wieder!

Der masturbatorische Philosemitismus - nochmals zu den Antideutschen


Einige haben bemängelt, daß mein satirischer Kurztext zum Thema „Antideutsche“ eben keine politologische Abhandlung mit allerhand Fundstellennachweisen sei. Zwar könnte man dagegen einwenden, daß das schließlich zwei völlig unterschiedliche Genres seien, die unterschiedliche Stilmittel einsetzen und unterschiedliche Ziele verfolgen. Damit wäre eigentlich alles gesagt.

Der Kernfrage – Was sind diese „Antideutschen" eigentlich für welche? – möchte ich mich aber schon etwas ausführlicher zuwenden. Die im folgenden zitierten Äußerungen habe ich repräsentativen antideutschen Presseorganen entnommen, und zwar teils dem Aufsatz „Gegen die antisemitische Internationale“ und Teils den „Aktuell“-Artikeln des antideutschen Verlags „BAHAMAS“. Wer als Antideutsche/r der Ansicht ist, daß diese Quellen nicht repräsentativ für die ganze besondere antideutsche Denkart seien, ist selbstverständlich herzlich eingeladen, in den Kommentaren repräsentativere Quellen zu verlinken (bitte beachten, daß Umlaute nicht angezeigt werden können – woran das liegt, ist mir ein Rätsel, also bitte: Keine Umlaute und keine Sonderzeichen).

Zum antideutschen Judenbild
Für den Nazi bin ich Hassobjekt. Für den Antideutschen bin ich Wichsvorlage.
Für keinen von beiden bin ich Mensch.


Die Antideutschen haben ein wirklich merkwürdiges Verhältnis zum Judentum. Zum Ausdruck kommt dieses Verhältnis u.a. im Untertitel des Aufsatzes Israelkritik – die zarteste Versuchung seit es Antisemitismus gibt: „Warum den Antisemitismus nicht kritisieren kann, wer mit Israel nicht solidarisch ist.“ Die grammatischen Besonderheiten dieser Äußerung sollen uns nicht weiter aufhalten. Wichtig ist zunächst die Frage, was man nach Auffassung der Antideutschen unter „mit Israel solidarisch“ zu verstehen hat. Diese Frage haben die Volksgenossen bei BAHAMAS mehrfach beantwortet. „Solidarität mit Israel, so weiß antideutsche Kritik“, heißt es in einem Beitrag von Tjark Kunstreich, der unter Antideutschen als so etwas wie ein Intellektueller zu gelten scheint, „ist entweder bedingungslos oder sie ist keine.“ So stellt schon „die trotzige Beanspruchung [des Rechts], Israel kritisieren zu dürfen“ einen „Verrat an Israel“ dar.  In der „Verteidigung Israels gegen jede Kritik“, so der Aufruf zu einer antideutschen Konferenz (auch bei BAHAMAS zu finden), liege eine der Hauptaufgaben der antideutschen „Kritik“.
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Meldungen aus dem Exil ist Kandidatin zum Bloggermädchen des Jahres 2009 nominiert worden- jetzt abstimmen!

 


 

 

Ich weiß nicht, wie's geschehen konnte, ich weiß nicht, wer's war (aber wer immer's war, DANKE!). Daß meinen Texten soviel Aufmerksamkeit geschenkt wird, hätte ich nicht geahnt. Aber Susanne vom feministischen Blog Maedchenmannschaft.net hat mir soeben mitgeteilt, daß ich zur Mädchenmannschaft-Bloggerin des Jahres 2009 nominiert worden sei.

Abstimmen könnt ihr hier.   (weiter)

Existenzrechte

Der Satz ist in aller Munde: „Israels Existenzrecht darf nicht in Frage gestellt werden.“

Man muß fairerweise anmerken, daß dieser Schwachsinn mitnichten neu ist. So reden sich die Tel-Aviver Regierung und ihre Washingtoner Vorgesetzten schon seit Jahren aus Verhandlungen heraus. Das ist die Wunderwaffe, die immer wieder die Gefahr einer diplomatischen Lösung aus der Welt schafft.
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Lob der Innovation

An dieser Stelle möchte ich mal ein Loblied auf den politischen Innovationsstandort Deutschland singen. Paradoxa, vor denen man anderswo schreiend flüchtet, werden in der BRD freundlich umarmt. Dort kapitulieren die eisernen Gesetze der Logik vor der Akrobatik der Gehirnzellen. „Nichts ist unmöglich“ lautet die Devise.

Wußten Sie z.B., daß man den Imperialismus, den Militarismus, den Nationalismus und den Rassismus befürworten und dabei links sein kann? Echt! Ich hab’s gesehen!  (weiter)

Was darf die Satire?

Laß es bloß nicht drauf ankommen!

Frage an Radio Jerewan:
Was hat die Meinungsfreiheit mit dem Oralverkehr gemeinsam?
Antwort:
Eine falsche Zungenbewegung, und schon bist du im Arsch!
- Alter sowjetischer Witz

 

Willkommen im Minenfeld


Vor gut 90 Jahren fragte der Satiriker, Essayist und politische Allgemein-Hellseher Kurt Tucholsky rhetorisch, was die Satire dürfe. Die Antwort lieferte er gleich mit: Alles. Seitdem ist jeder, der auch nur ein bißchen Macht und verdienstunabhängiges Ansehen genießt, eifrig darauf bedacht, ihm zu widersprechen. Was die Satire eigentlich darf, hängt letzten Endes davon ab, wieviele Instanzenzüge der Satiriker sich leisten kann.

Art. 5 Abs. 1 Satz 3 Grundgesetz kündigt stolz an: „Eine Zensur findet nicht statt.“ Man muß schon zugeben, daß das nicht einmal gelogen ist. Dank der gewaltigen, scheinbar neutralen, pseudohumanen juristischen Apparatur, die sich aus den Gummiparagraphen des Straf- und Zivilrechts (z.B. §§ 90 [Verunglimpfung des Staates, usw.], 185 ff [Beleidigung, Verleumdung, Üble Nachrede] StGB, § 823 ff [Deliktischer „Ehren-„ und „Persönlichkeits“schutz] BGB) und den Elastegrundsätzen des Bundesverfassungsgerichts zusammensetzt, steht jeder Satiriker vor einem Minenfeld (mit flüssigen Grenzen noch dazu). Wozu braucht man da noch eine Zensur?  (weiter)

2 Fragen eines Lesers

Irgendwie klappt die Kommentarfunktion bei mir nicht mehr. Jedesmal erscheint die Fehlermeldung "Ungültige Daten gesendet!" Was das soll, ist mir ein Rätsel. Jedenfalls wollte ich diese beiden Fragen DeusFigendis unbedingt beantworten:  (weiter)

Warum muß ausgerechnet der Broder etwas Vernünftiges fordern?

 

Wenn ich einen Text von Henryk M-für-Mamser Broder lese, mache ich mich immer auf einiges gefaßt. Ich hätte gedacht, daß er gar nicht mehr imstande wäre, mich zu überraschen. Seine rassistischen Ausfälle, seine verlogene Hetze gegen Juden unzureichender Linientreue - ich war mir sicher, daß ich beim Lesen der Texteproduktion dieses Tiefenmessers der deutschsprachigen Publizistik zwar kotzen könnte, aber niemals staunen würde.

In diesem Sinne habe ich mich hingesetzt, um seine Kandidaturerklärung für den Vorsitz des Zentralrates der Juden in Deutschland über mich ergehen zu lassen. (weiter)

Abendländische Nostalgie

 

Wir werden in dieser Gesellschaft ständig mit neuen Schwachsinnsbegriffen beschmissen. Wo man auch hinkuckt, wird man von der Sprache für blöd verkauft. „Friedenstruppen“, zum Beispiel, oder „innere Sicherheit“ – „innere Sicherheit“, wie das klingt! Wie son Tampon-Werbespruch!

„Mit Wolfgang Ultras habe ich einfach ein Gefühl innerer Sicherheit, denn ich weiß: Wo ich auch hingehe, werden die mich nie allein lassen!"

 „Soziale Marktwirtschaft“ ist auch ganz herrlich. Fast so blöd wie „koschere Blutwurst“, „Halal-Schinken“ oder „christliche Nächstenliebe“. (weiter)

Frohes Fest


Am Montag gab es keine Post. Die Banken hatten auch zu. Erst nach dem Abendbrot ist mir endlich eingefallen, woran das lag. Hier in Amiland hat man nämlich die Endlösung der Indianerfrage gefeiert. Dazu gehört eben, daß keine Briefe zugestellt werden. Wer will schon an einem Feiertag Rechnungen und Pfändungsbescheide bekommen?

Nun, so nennt man das hier nicht. Man nennt diesen Tag „Columbus Day“. An diesem Tag hat Christoph Kolumbus vor fünfhundert Jahren Amerika entdeckt...

Also, das stimmt eigentlich nicht ganz. In Wirklichkeit hat er die Insel Hispaniola entdeckt, wo sich heute Haiti und die Dominikanische Republik befinden... (weiter)

Die Friedensnobelpreisträgheit

 

Arbeit muß sich wieder lohnen! Das sagt inzwischen sogar die FDP. Und man kann es auch irgendwie nachvollziehen. In dieser Gesellschaft kann man nach wie vor verdammt gut leben, ohne irgendwas Vernünftiges geleistet zu haben. Überall gibt es Menschen, die längst verhungert wären, wenn sie Papa Staat nicht durchfüttern würde. Im Vorstand der Bundesbank, zum Beispiel, oder im Kabinett. Bald wird einer dieser Schmarotzer sogar Außenminister. Selbst im Nobelkommittee sind die Sitten völlig verkommen. Wie kann man es sich sonst erklären, daß ausgerechnet Barack Obama der Friedensnobelpreis gegönnt worden ist?
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Kopf hoch!

Seit der Wahl sind die Deutschen wieder gemütlich entsetzt. "Westerwelle wird Außenminister! Das ist doch so peinlich! Was Schlimmeres hätte uns nicht passieren können! Warten Sie’s doch mal ab – beim ersten Staatsbesuch wird er den Obama rügen, weil er nicht mal anständig Deutsch kann!“

Machen Sie doch mal halblang. Ein Volk, das Kohl, Kinkel, Zypries, Schily, Schäuble, Merkel, Glos und Möllemann mit vorbildlicher Duldsamkeit ertragen hat, kann diesen Doktor der Dilettantenkunde doch mit links ab! Wenn unsere Minister nicht urpeinlich wären, wären sie gar nichts. (weiter)

Wenn der SPIEGEL über alle Religionen so berichten würde wie über den Islam

Entenjäger auf der Suche nach dem afghanischen Traum

Der Völkerrechtler Claus Creß hat in einem Interview mit dem SPIEGEL – dem wichtigsten Konkurrenzblatt des TITANIC – etwas wirklich Eindrucksvolles zu berichten. Es gebe keinen internationalen bewaffneten Konflikt in Afghanistan, sondern nur einen „Bürgerkrieg“.

Wenn ich den SPIEGEL aufmache, mache ich mich immer auf einiges gefaßt, aber da mußte ich staunen. Ein Bürgerkrieg! Das sind also gar keine ausländischen Truppen, die das Land seit acht Jahren plattmachen, sondern Afghaner mit Migrationshintergrund(weiter)

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